Ist es sinnvoll meinem Kind das Taschengeld zu kürzen als Strafe?

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Hat das Kind eine schlechte Note in Englisch mit nach Hause gebracht? Dann liegt es für manche Eltern nahe, das Taschengeld für diesen Monat zu streichen. Diese Strafe ist einfach umzusetzen und gleichzeitig auch sehr effektiv. Die Eltern haben auf jeden Fall die volle Aufmerksamkeit ihrer Kinder damit. Aber ist es auch eine sinnvolle Strafe?

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Wer Geld als Druckmittel kennen lernt, für den ist es negativ besetzt

Wenn sich Eltern dafür entschieden haben, ihren Kindern Taschengeld zu zahlen, dann wahrscheinlich weil sie ihnen einen guten Umgang mit Geld lehren wollen. Kinder rechnen mit dem monatlich vereinbarten Taschengeld. Wir als Erwachsene erhalten nicht sofort eine Lohnkürzung, wenn wir in einem Monat mal nicht 100% geben konnten. Genauso möchte auch das Kind das vereinbarte Geld. Wenn die Eltern die Zahlung aussetzen, dann lernt es, dass ein Planen mit Geld nicht möglich ist.

Uns Eltern sollte aber vor allem eines bewusst sein: Wenn wir Geld als Bestrafung nutzen, ist es für das Kind wahrscheinlich negativ besetzt. Genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten. Für einen guten Umgang mit Geld sollten wir eine gute Einstellung zu Geld haben.

Bloß: Was sollen wir machen, wenn die Kleine einfach nicht die Hausübungen machen will? Wenn jeder gut gemeinte Ratschlag ins Leere läuft? Dann ist doch wohl eine Kürzung des Taschengeldes die einzige Möglichkeit, unser Kind noch zu erreichen, oder?

Wir machen es uns als Eltern nicht leicht. Keine Strafe wird leichtfertig ausgesprochen. Zumal wir wissen, dass Druck auch Gegendruck erzeugt. So lernt niemand was.

Wenn Strafe sein muss, dann am besten auf die Tat bezogen.

Also eine Kürzung des Taschengeldes für die schlechte Note ist voraussichtlich nicht zielführend. Die Diskussionen mit unseren Kindern könnten endlos werden.

Eventuell hilft es hier auf den Grund zu gehen und das Problem aus Sicht des Kindes zu betrachten: Kann es dem Unterricht nicht folgen? Ist gerade etwas anderes wichtiger? Dann der Situation gemäß eine Lösung finden, wie Nachhilfe, Kompromisse,..

Was ist aber bei mutwilliger Zerstörung? Der Sohn wirft sein Teller in Rage vom Tisch und es zerbricht in tausend Stücke?

Wer ersetzt nun das Geschirr?

Wenn das Kind alt genug ist – also ungefähr ab zehn Jahren – kann man es ihm schon zutrauen, ein neues Teller von seinem Taschengeld zu kaufen. Es lernt dadurch, dass diese Dinge wertvoll sind und es sie nicht einfach so zerstören darf.

Oft ist das gesparte Taschengeld knapp. Vielleicht können wir Eltern dann auch ein Auge zudrücken und etwas beisteuern, damit unser Kind nicht gleich pleite geht.

Denn auch hier könnten wir uns als Eltern ehrlich fragen, wenn wir wieder etwas ruhiger sind: Warum ist mein Kind überhaupt so wütend geworden?

Habe ich vielleicht auch daran Schuld – zumindest teilweise?

Dann können wir uns ja auch die Kosten teilen.

Was meint ihr? Ist Taschengeld als Erziehungsmaßnahme eine gute oder schlechte Idee?

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