Mithilfe im Haushalt bezahlen?

Was könnte passieren, wenn ich mein Kind für Aufgaben im Haushalt bezahle?

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Manche Eltern fragen sich, ob sie ihre Kinder für altersgerechte Aufgaben im Haushalt entlohnen sollten. So wird das Aufräumen des Kinderzimmers honoriert, genauso wie das Helfen im Garten oder das Saubermachen der Küche. Vielleicht kann das auch für euch ein Weg sein, euren Kindern einen guten Umgang mit Geld zu lehren. Schließlich haben dann eure Kids das Gefühl, das Geld aus eigener Kraft verdient zu haben.

Das macht die Kleinen sehr stolz!

Andererseits sollte nicht für Selbstverständlichkeiten bezahlt werden. Oder wollt ihr, dass eure Tochter zu euch sagt: „Einmal nach dem Mittagessen das Besteck in den Geschirrspüler? Macht 5 Euro Mama!“.

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Wie schafft man hier eine Balance?

Kinder müssen das Gefühl haben, dass sie sich das Geld auch wirklich verdient haben, um stolz darauf zu sein.

Um das auch zu erreichen, ist Verschiedenes zu beachten:

  1. Zuerst sollet ihr euch als Eltern überlegen, für welche Aufgaben ihr eure Kinder entlohnen möchtet und für welche nicht. So könnte zum Beispiel das Wegräumen des Geschirrs nach dem Mittagessen selbstverständlich sein. Botschaft ist: „Wir als Familie sind ein Team und gegenseitiges Helfen ohne Gegenleistung ist wichtig für den Zusammenhalt.“ Für andere, besondere Aufgaben, wie Laub rechen im Garten gibt es einen monetären Bonus. Am besten ihr vereinbart einen fairen Preis mit den Kleinen. Dann lernen sie schon das Verhandeln!

  2. Besonders stolz macht es Kinder, wenn sie das Gefühl haben, dass sie sich das Geld von Anfang an selbst verdient haben. Das schließt mit ein, dass sie sich selbst Gedanken gemacht haben, welche Aufgaben sie übernehmen könnten und diese dann aktiv anderen anbieten. Optimal ist es, wenn sie den Bedarf zum Beispiel bei Nachbarn und Verwandten sehen und diesen dann bezahlte Hilfe anbieten, also nicht nur im geschützten Bereich der engen Familie.

    Dazu gehört ganz schön viel Mut! Unterstützt das bitte bei euren Kindern! Ich wäre da ungemein stolz, wenn meine jetzt noch zu kleinen Kinder das später einmal machen würden. Denn das ist der erste Schritt zum unternehmerischen Handeln: Braucht die junge Familie von Gegenüber Hilfe beim Einkaufen, weil das mit Baby gerade mühsam ist? Wieviel ist ein angemessener Preis dafür?

    Den fairen Preis könntet ihr gemeinsam diskutieren am Familientisch. Nutzt Haushaltshilfe-Portale wie betreut.de, um eine erste Einschätzung für eure Region zu bekommen. Übers Geld reden kann kinderleicht sein!

  3. Es gibt das Gesetz für Kinderarbeit in Deutschland: Meist interessiert es Kinder schon ab 10 Jahren, selbst Geld zu verdienen. Kinder dürfen aber erst ab 13 Jahren Geld verdienen und leichte Tätigkeiten übernehmen. Vielleicht ist es für die Jüngeren, die sich unbedingt ausprobieren wollen, ratsam nur gelegentlich kleine Aufgaben zu übernehmen für Verwandte oder Freunde der Familie.

  4. Wichtig ist die Einstellung: Geld für eine Tätigkeit verlangen ist eine gute Sache. Natürlich stärkt es das Selbstbewusstsein eurer Kinder auch, wenn sie unentgeltlich Nachbarn oder Freunden helfen. Einfach, weil sie etwas gut können und anderen etwas Gutes tun möchten. Die Freundin eurer Tochter ist nicht gut in Mathe, aber eurer Tochter fällt es leicht? Dann ist so eine Mathenachhilfe am Nachmittag doch eine tolle Sache und macht noch dazu Spaß.

    In vielen Fällen sind beide – Schüler und Lehrer – aber noch konzentrierter und zielorientierter bei der Sache, wenn für den Unterricht bezahlt wird. Der Schüler möchte bessere Ergebnisse sehen und der Lehrer möchte das Geld auch Wert sein. Bezahlung kann also auch der Sache dienlich sein.

Dein Kind wünscht sich mehr Taschengeld? Eine richtig gute Gelegenheit, gemeinsam zu überlegen, was es gut kann und wer diese Hilfe gegen Bezahlung annehmen könnte. Und eine großartige Gelegenheit, mit deinen Kindern einen guten Umgang mit Geld zu lernen.

3 Kommentare

  1. Da merke ich, dass ich aus einer anderen Generation komme. Nie hätte ich meine Kinder ermutigt, bei Hilfeleistungen in Verwandtschaft, Bekanntschaft, Nachbarschaft in Geldverhandlungen zu treten. Vielmehr habe ich sie stets dazu angehalten, altersgerecht Selbstverantwortung zu übernehmen (Spielzeug/ schmutzige Wäsche wegräumen) und in Haushalt zu helfen. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit beim Leben in einer Gemeinschaft. Verwandte und Co. schließt das mit ein. Wobei diese, wenn es sich um größere Aufgaben handelte, selbst einen Obulus anboten. Überhöhte Obuli wurden regelmäßig abgelehnt und in kleine Geschenke umgewandelt, die Wünsche der Kinder erfüllten.
    Anders war es mit Dienstleistungen, die von vornherein bezahlt wurden. Dazu kann u.U. auch die Nachhilfe bei einem nicht so nahe stehenden Mitschüler gehören. Prospekteaustragen etc. sowieso.
    Für den Rest erhielten die Kinder dem Alter angemessenes Taschengeld, mit dem auszukommen sie den Umgang mit Geld m.E. besser lehrte als überhöhte Geldflüsse. Denn, merke: Geld ausgeben ist schnell gelernt, Geld einteilen aber eine Kunst.

    Liken

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