Marshmallows in einem Glas

Was wir von dem Marshmallow-Test wirklich lernen können

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Der Marshmallow-Test für Selbstkontrolle bei Kleinkindern ist noch heute bekannt. Vierjährigen wurden in den 1960er Jahren von einem Studienleiter ein Marshmallow angeboten. Wenn sie es schaffen, die Süßigkeit über 15 Minuten nicht zu essen, bekommen sie am Ende des Tests einen zweiten Marshmallow geschenkt. Die Kinder müssen diese Viertelstunde alleine in einem Raum ohne Ablenkung verbringen. Es ist sehr süß anzusehen, wie die Kleinen sich selbst zu überlisten versuchen, indem sie die Leckerei nicht ansehen, hüpfen oder singen. Die Kinder, die es schaffen auf die Belohnung zu warten, wurden allesamt im Leben erfolgreicher. Sie hatten längere Beziehungen, besser bezahlte Jobs und einen höheren Schulabschluss.

Selbstkontrolle und Belohnungsaufschub sind bis heute noch Synonyme für ein erfolgreiches Leben.

Wenn euch jetzt schon der Schweiß auf der Stirn steht und ihr – wie ich – denkt, dass eure Kleinkinder den Test nicht bestehen werden: Keine Panik. Auch dieses Experiment wird mittlerweile kritisch gesehen. So einfach lässt sich der Mensch nicht vermessen.

Techniken für mehr Selbstkontrolle kann man lernen

Was ich aber besonders interessant finde: Während der berühmten Studie wurden zeitgleich Techniken getestet, wie Kinder es lernen, von dem „Ich will das aber Jetzt“ Impuls nicht überwältigt zu werden.

Probiert eine Technik bitte mal selbst aus. Jetzt. In dem Moment:

Bereit?

Stellt euch vor, ihr seid eine Fliege an der Wand, die euch gerade ansieht. Wie ihr zum Beispiel im Bus mit dem Smartphone in der Hand sitzt.

Schon allein durch das „Sich-selbst-ansehen“, nehmt ihr automatisch einen anderen Standpunkt ein. Die Gedanken kühlen etwas ab. Das unbedingte Verlangen des „Ich“ verschwindet. Das ist eine gute Übung das nächste Mal für eure Kinder vor dem Spielzeugregal. Oder für euch, in Einkaufszentren.

Denkt ihr, dass eure kleinen Kinder den Marshmellowtest bestehen würden?

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